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International Law
: Handakte WebLAWgBeschwerde gegen F.A.Z. abgelehnt
By Handakte
Der Deutsche Presserat hat eine Beschwerde des Zentralrats der Juden in Deutschland und des Senders N 24 gegen die Frankfurter Allgemeine Zeitung abgelehnt. Der Zentralrat und der Sender hatten sich gegen einen kurzen Artikel gewendet, der von der in einer Fernsehsendung getätigten Äußerung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff handelte. Wulff sprach davon, dass mit Blick auf die in dieser Zeit häufig kritisierten Wirtschaftsmanager “Pogromstimmung” verbreitet werde.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte in dem Artikel darauf hingewiesen, dass der Begriff “Pogromstimmung” eng mit der Judenverfolgung im Nationalsozialismus verbunden ist und dass der Zentralrat der Juden Wulffs Wortwahl als “ungeheuerlich” bezeichnet habe. Im Folgenden hieß es, dass sich Wulff in der “von Michel Friedman, einem Juden, moderierten Talkshow auf N 24” trotz entsprechender Nachfragen “nicht von seiner Wortwahl distanziert” habe, dies aber Stunden später nachholte.
Der Zentralrat der Juden und der Sender N 24 wandten sich dagegen an den Deutschen Presserat. Der Zentralrat meinte, dass der Satz, in dem auf Friedmans Religionszugehörigkeit verwiesen wird, “völlig untragbar” sei. Es sei “in keiner Weise ersichtlich”, in welchem Zusammenhang dies mit Friedmans Arbeit als Moderator stehe. Die Formulierung sei “in der Wirkung ausgrenzend und zielt zudem auf antisemitische Reflexe des Lesers”. Der Geschäftsführer und der Chefredakteur von N 24 meinten, der Autor habe sich und die ganze Redaktion der F.A.Z. “entblößt”.
Quelle: FAZ vom 26.03.2009
Full post as published by Handakte WebLAWg on March 26, 2009 (boomark / email).

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