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: Handakte WebLAWgUS-Musikindustrie kann Neuauflage des ersten Filesharing-Prozesses nicht verhindern
By Handakte
Zur Vorgeschichte: Im Oktober 2007 befanden zwölf Geschworene die damals 30 Jahre alte Amerikanerin Jammie Thomas im US-Bundesstaat Minnesota schuldig, unter dem Benutzernamen “tereastarr” über den Shared-Ordner eines Kazaa-Clients insgesamt rund 1.700 Musik-Dateien verbreitet zu haben. Da sie durch die Weitergabe der Stücke an andere Internetnutzer vorsätzlich die Urheberrechte führender Plattenfirmen verletzt habe, wurde die alleinstehende Mutter in 24 Fällen schuldig gesprochen und zur Zahlung einer Geldstrafe von 222.000 US-Dollar (damals rund 156.000 Euro) verurteilt. Thomas und ihr Anwalt gingen erwartungsgemäß in Berufung. Sie halten die Entscheidung der Jury für unangemessen und beantragten eine Korrektur oder die Wiederaufnahme des Verfahrens.
Im Mai 2008 bekam der Fall jedoch eine überraschende Wende: Der Richter Michael Davis erwägte nun, den Fall neu zu verhandeln, da er die Geschworenen offenbar falsch instruiert habe.
Quelle: Heise vom 28.12.2008
Full post as published by Handakte WebLAWg on December 29, 2008 (boomark / email).

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